Suche nach neuen Wegen - Silke Bartel ist neue Pfarrerin in der Kirchengemeinde Jubilate

Silke Bartel ist täglich mit ihrem Hund „Mose“ durch die Gemeinde unterwegs. © Foto: J. Simon

Mit dem Dienstantritt von Silke Bartel wird es auch nach außen sichtbar: künftig ist eine Pfarrperson alleine für die ganze Jubilate-Gemeinde zuständig. Bisher hatte sich ein Theologenehepaar die ursprünglich zwei Pfarrstellen geteilt. Auf dem Papier war deren Deputat jedoch schrittweise auf 125 Prozent geschrumpft. Seit 2018 gibt es nur noch eine Pfarrstelle.

Dass sie nun als alleinige Pfarrerin in der Gartenstadt Dienst tun wird, schreckt die 43-jährige Rheinländerin aber nicht. Silke Bartel sieht sich als Teamspielerin. Es brauche eine Schar von Ehrenamtlichen, um eine Gemeinde lebendig zu halten. Und der Kirchengemeinderat in Jubilate habe durchaus das nötige Problembewusstsein, um zu erkennen, dass sich Kirche in einer gewaltigen Umbruchsituation befinde und neue Wege gehen müsse, hat Bartel bereits in ersten Gesprächen festgestellt.
Die Theologin  kann für diese Veränderungen vielfältige Erfahrungen mit einbringen. Sie war mehr als zehn Jahre Pfarrerin im Elsass und hat ein Studienjahr in Südafrika verbracht. Vor ihren Studium, das sie außer in Südafrika an vier deutschen Hochschulen absolviert hat, leistete sie ein Freiwilliges Soziales Jahr bei den Kaiserswerther Diakonissen. Das alles habe Spuren in ihrem Glauben und ihrer Theologie hinterlassen, sagt Bartel.
Was in Orschel-Hagen auf sie wartet, will sie nun in den nächsten Monaten erkunden. Sie ist bereits eifrig zu Fuß durch die Gemeinde unterwegs, denn ihr Hund will Auslauf und beim mehrfachen Gassi-Gehen am Tag kann man immer wieder neue Wege entdecken. „Sprechen sie mich einfach mal an“, lautet ihre Einladung an die Orscheler.
 

AUTOR: jsn / Jürgen Simon